Bürgschaften - Avale
Bei Bürgschaften kommt einem unwillkürlich Schillers Bürgschafts-Gedicht in den Sinn.
Dies ist gar nicht verkehrt, wenn man den Sinn und Zweck dieses Bankproduktes bedenkt.
Wir stehen für die von uns verbürgte Firma ein sollte dieser etwas passieren.
Einerseits die umfassendste Versicherung - genau für den verbürgten Zweck -
Wir bieten:
Gewährleistungsbürgschaften
Vertragserfüllungsbürgschaften
Vorauszahlungsbürgschaften
Anzahlungsbürgschaften

Sinn und Zweck ist es, dass unsere Kunden in diesem Bereich keine Bankkredite brauchen, sondern diese Linien frei und unbelastet bleiben für andere Vorhaben der Firma. Dies ist in den meisten Fällen auch noch umfänglicher und günstiger.
Wer kann da noch nein sagen?
Fordern Sie uns - wir beweisen es Ihnen
Ihr Deal-Team
Bürgschaften Spezialisten Team - Deutschlandweit

Welche Unternehmen und Firmen benötigen oftmals Bürgschaften?
Hier kommen zum Beispiel in Frage:
1.) Bauunternehmen
2.) Garten- und Landschaftsbau
3.) Stahl- und Metallbau/Montagebau/Eisen
4.) Heizung - Lüftung - Sanitär - Klima
5.) Elektro-Insatallation
6.) Glasbau
7.) Fliesen-Kunsstoff-Marmor
8.) Estrich- und Fußbodenbau
9.) Holzbau-Tischlerei-Innenausbau
10.) Bedachungen-Fassadenbau
11.) Malerbetriebe
12.) Isolierbau
13.) Büroeinrichtungen-Organisation
14.) Akustik + Trockenbau und sonstige Kunststoffe
15.) Lichtwerbung
16.) Maschinen-Anlagen-Apparatebau
Diese Aufzählung ist nicht abschließend.
Gerne auch Anfragen wenn Sie für eine andere Branche einen Bürgschaftsrahmen benötigen.

Die Bürgschaft
Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich
Damon, den Dolch im Gewande;
Ihn schlugen die Häscher in Bande
.
»Was wolltest du mit dem Dolche, sprich!«
Entgegnet ihm finster der Wüterich.
Die Stadt vom Tyrannen befreien!«
Das sollst du am Kreuze bereuen.«
»Ich bin,« spricht jener, »zu sterben bereit
Und bitte nicht um mein Leben;
Doch willst du Gnade mir geben,
Ich flehe dich um drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
Ich lasse den Freund dir als Bürgen,
Ihn magst du, entrinn ich, erwürgen.«
Da lächelt der König mit arger List
Und spricht nach kurzem Bedenken:
»Drei Tage will ich dir schenken;
Doch wisse, wenn sie verstrichen, die Frist,
Eh du zurück mir gegeben bist,
So muß er statt deiner erblassen,
Doch dir ist die Strafe erlassen.«
Und er kommt zum Freunde: »Der König gebeut,
Daß ich am Kreuz mit dem Leben
Bezahle das frevelnde Streben,
Doch will er mir gönnen drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
So bleib du dem König zum Pfande,
Bis ich komme, zu lösen die Bande.«
Und schweigend umarmt ihn der treue Freund
Und liefert sich aus dem Tyrannen;
Der andere ziehet von dannen.
Und eh die dritte Sonne erscheint,
Hat er schnell mit dem Gatten die Schwester vereint,
Eilt heim mit sorgender Seele,
Damit er die Frist nicht verfehle.
Da gießt unendlicher Regen herab,
Von den Bergen stürzen die Quellen,
Und die Bäche, die Ströme schwellen.
Und er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab –
Da reißet die Brücke der Strudel hinab,
Und donnernd sprengen die Wogen
Des Gewölbes krachenden Bogen.
Und trostlos irrt er an Ufers Rand;
Wie weit er auch spähet und blicket
Und die Stimme, die rufende, schicket,
Da stößt kein Nachen vom sichern Strand,
Der ihn setze an das gewünschte Land,
Kein Schiffer lenket die Fähre,
Und der wilde Strom wird zum Meere.
Da sinkt er ans Ufer und weint und fleht,
Die Hände zum Zeus erhoben:
»O hemme des Stromes Toben!
Es eilen die Stunden, im Mittag steht
Die Sonne, und wenn sie niedergeht
Und ich kann die Stadt nicht erreichen,
So muß der Freund mir erbleichen.«
Doch wachsend erneut sich des Stromes Wut,
Und Welle auf Welle zerrinnet,
Und Stunde an Stunde entrinnet.
Da treibt ihn die Angst, da faßt er sich Mut,
Und wirft sich hinein in die brausende Flut,
Und teilt mit gewaltigen Armen
Den Strom, und ein Gott hat Erbarmen.
Und gewinnt das Ufer und eilet fort,
Und danket dem rettenden Gotte;
Da stürzet die raubende Rotte
Hervor aus des Waldes nächtlichem Ort,
Den Pfad ihm sperrend, und schnaubet Mord
Und hemmet des Wanderers Eile
Mit drohend geschwungener Keule.
"Was wollt ihr?", ruft er vor Schrecken bleich,
»Ich habe nichts als mein Leben«,
Das muss ich dem Könige geben!«
Und entreißet die Keule dem nächsten gleich:
»Um des Freundes willen, erbarmet euch!«
Und drei mit gewaltigen Streichen
Erlegt er, die andern entweichen.
Und die Sonne versendet glühenden Brand,
Und von der unendlichen Mühe
Ermattet, sinken die Knie:
»O, hast du mich gnädig aus Räubershand,
Aus dem Strom mich gerettet ans heilige Land,
Und soll hier verschmachtend verderben,
Und der Freund mir, der liebende, sterben!«
Und horch! da sprudelt es silberhell,
Ganz nahe, wie rieselndes Rauschen,
Und stille hält er, zu lauschen.
Und sieh, aus dem Felsen, geschwätzig, schnell,
Springt murmelnd hervor ein lebendiger Quell,
Und freudig bückt er sich nieder
Und erfrischet die brennenden Glieder.
Und die Sonne blickt durch der Zweige Grün
Und malt auf den glänzenden Matten
Der Bäume gigantische Schatten;
Und zwei Wanderer sieht er die Straße ziehn,
Will eilenden Laufes vorüberfliehn –
Da hört er die Worte sie sagen:
»Jetzt wird er ans Kreuz geschlagen!«
Da schimmern in Abendrots Strahlen
Von ferne die Zinnen von Syrakus
Und entgegen kommt ihm Philostratus
Des Hauses redlicher Hüter,
Der erkennt entsetzt den Gebieter:
»Zurück!« ruft er, »Du rettest den Freund nicht mehr!
So rette das eigne Leben!
Den Tod erleidet er eben,
Von Stunde zu Stunde gewartet er
Mit hoffender Seele der Wiederkehr;
Ihm konnte den mutigen Glauben
Der Hohn des Tyrannen nicht rauben.
Und ist es zu spät, und kann ich ihm nicht
Ein Retter willkommen erscheinen,
So soll mich der Tod ihm vereinen.
Des rühme der blut’ge Tyrann sich nicht,
Daß der Freund dem Freunde gebrochen die Pflicht –
Er schlachte der Opfer zweie,
Und glaube an Liebe und Treue!«
Und die Sonne geht unter, da steht er am Tor,
Und sieht das Kreuz schon erhöhet,
Das die Menge gaffend umstehet;
An dem Seile schon zieht man den Freund empor,
Da zertrennt er gewaltig den dichten Chor:
»Mich, Henker!« ruft er, »erwürget!
Da bin ich, für den er gebürget!«
Und Erstaunen ergreifet das Volk umher;
In den Armen liegen sich beide
Und weinen vor Schmerzen und Freude.
Da sieht man kein Auge tränenleer,
Und zum Könige bringt man die Wundermär;
Der fühlt ein menschliches Rühren,
Läßt schnell vor den Thron sie führen.
Und blicket sie lange verwundert an.
Drauf spricht er: »Es ist euch gelungen,
Ihr habt das Herz mir bezwungen;
Und die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn –
So nehmet auch mich zum Genossen an:
Ich sei, gewährt mir die Bitte,
In eurem Bunde der dritte!«
Friedrich Schiller (1798)